In Ruhpolding

Die Nacht war für beide gut. Gertrud geht schon um halb sieben zum Duschen, dann bequeme auch ich mich, meinen Heldenhintern aus dem Helden-Anhänger zu hieven. Es gibt Frühstück mit den Semmeln von gestern, weil es frische erst ab 8 Uhr gibt. Wir beschließen, es langsam anzugehen und erst einmal eine Ortsbesichtigung zu machen, um einen groben Überblick zu bekommen. Um 9 Uhr geht es mit Fahrrad und Vario-Drive auf teils sehr schlechten Radwegen in den Ort. Ich bekomme sehr schnell starke Spastik und Schmerzen. Innerorts auf geteerten Wegen wird es besser. Wir kurven durch den malerischen, vom Tourismus geprägten Ort, wo uns allerdings nichts länger hält. Auf dem Rückweg (mit leichten Orientierungsschwierigkeiten) schauen wir noch bei der Windbeutelgräfin vorbei, die allerdings heute Ruhetag hat. Es sieht sehr zugänglich aus und wir wollen jedenfalls hier einen „Schwanen-Beutel“ zu uns nehmen. Der Rückweg führt auf einem extrem besch… Trampelpfad, der hier als Radweg gilt, zurück zum Campingplatz. Es ist sehr heiß und wir trinken uns erst einmal satt und pflegen unsere „Wehwehchen“. Dann diskutieren wir die entscheidende Frage: Leberkäse, Bratwürstl oder Döner. Der türkische Gaumenschmaus macht das Rennen und so fährt Gertrud in den Ort zum Döner-Stand und bringt Currywurst vom Schnellimbiß mit, weil der Osmane zu hat. Während sie unterwegs ist, befasse ich mich mit dem Fernsehempfang. DVBT geht nicht, weil der Rauschberg im Weg ist, aber der Satellit erweist sich – nach einem Rest des Receivers – uns gewogen. Die Currywurst ist bei der Hitze zu scharf und zu viel, aber sie schmeckt. Eine leichte Brise bei 30 Grad macht die Anstrengungen des Liegens, Lesens, Daddelns und Trinkens erträglich. Unserer schwerbehinderten Platznachbarin scheint es beschissen zu gehen :-( „Folge dem Schatten“ heißt die Devise. Nach dem Abendessen geht es zu Bett. Die Wettervohersage meldet lediglich leichtes Nieseln morgen zwichen 5 und 6 Uhr, aber was weiß die schon …