Zum Isarursprung

Es war eine durchwachsene Nacht. Um halb acht stehen wir auf, frühstücken, und machen Toilette. Dann richten wir uns für die Fahrt zum Isarursprung.

Etwa um 10 Uhr geht es los auf dem Isarradweg nach Mittenwald, dann fälschlicherweise durch den Wald Richtung Scharnitz (schlechte Ausschilderung). Dann stehen wir plötzlich vor einer „unüberbrückbaren“ Sperre an einem Bahnübergang. Nur gut, dass ich den Rollstuhl im Schlepptau habe. Ich steige um, Gertrud wuchtet das Handbike hochkant über die festen Absperrschranken und ich schlängele mit dem Rolli hinterher.

Ein klasse Abenteuer! Weiter geht’s nach Scharnitz. Der Radweg ist wirklich sehr schlecht ausgeschildert, aber dann geht’s links ab ab in’s Hinterautal im Karwendel. Die Gegend ist gigantisch! Es geht immer an der türkisfarbenen Isar entlang, mal direkt daneben, mal 100 Meter oberhalb. Am Ziel im Quellgebiet ist eine Art Radlparkplatz. Hier lassen die Wanderer ihre Bikes stehen, um auf Schusters Rappen den Karwendel zu erkunden.

Wir essen mitgebrachte Brote und Äpfel zu Mittag und machen uns dann wieder auf den Rückweg. Ich muß mit meinen Akkus haushalten (viel zu schnell gefahren) und verliere zu allem Überfluß beim Bergabpreschen unterwegs den Rollstuhl. Aber nichts passiert, er fällt zur Bergseite und hilfreiche Radfahrer retten ihn.

Ausgepowert kommen wir gegen 15 Uhr wieder am Campingplatz an.

Trinken! Rasten! Essen! Rasten! Trinken! Duschen! Kaffeetrinken! Strecken! Rasten! Trinken und schließlich Currywurst und Eis!

Gertrud sieht fern. Um 22:15 ca entflammen Johanni-Feuer auf den Bergen. Ich sehe leider nichts, weil ich schon hinten liege und die Markise alles verdeckt :-(
Um nochmal aufzustehen fehlt mir einfach die Kraft.